Führung im Rathaus „Die Wiener Stadtverwaltung 1938“ – 11.6.2018

Wien 1938 Auch wir beschäftigen uns heuer mit dem Jahr 1938 und haben dazu eine eigene Veranstaltung.

Wie erfolgte im März 1938 der Machtwechsel im Wiener Rathaus? Welche Konsequenzen ergaben sich für die Magistratsbediensteten? Seit wann gibt es die Matrikenführung durch Standesämter in Österreich? Wussten Sie, dass das KZ Mauthausen auf Grundbesitz der Stadt Wien betrieben wurde? Diese und viele andere Aspekte der Wiener Stadtverwaltung nach dem „Anschluss“ im März 1938 werden in der neuen Ausstellung der Wienbibliothek im Rathaus thematisiert.

16 Stationen vermitteln die rasante Gleichschaltung und Instrumentalisierung des Magistrats und der städtischen Betriebe. Deren Anordnung führt gleichermaßen das hohe Tempo der gesetzten Maßnahmen als auch unterschiedliche Sichtweisen auf das kommunale Handeln vor Augen. Wird an den Wänden der Blick von außen auf die Tätigkeit der Stadt Wien – etwa in Form von Fotos, Zeitungsausschnitten, Büchern oder Plakaten – gerichtet, vermittelt eine „Schreibtischebene“ die Entwicklungen aus Sicht der städtischen Bediensteten anhand von Akten. Der zeitliche Bogen der Stationen spannt sich von der Machtergreifung im März 1938 bis zur Einführung der Gauverfassung durch das „Ostmarkgesetz“, das im Mai 1939 in Kraft trat.

Weitere, kleinere Teile der Ausstellung fokussieren auf den Repräsentationsort Wiener Rathaus und dessen nationalsozialistische Topografie (Gang vor der Bibliothek) und behandeln Kontinuitäten wie Diskontinuitäten in der Arbeit der Bibliothek 1938/2018 (Foyer der Wienbibliothek). Im Benützungsbereich ist eine Station zur vertiefenden Selbstbeschäftigung mit der Materie eingerichtet.

Start: Pünktlich um 17 Uhr vor dem Eingang des Wiener Rathaus, Friedrich-Schmidt-Platz 1, 1010 Wien
Ende: ca. 18:30

Die Teilnahmegebühr übernimmt Viennergy.

Da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist bitten wir um eine verbindliche Reservierung per Email an events@viennergy.at